Bodenfrage: Hat der Boden ein Gedächtnis?

Bodenfrage: Hat der Boden ein Gedächtnis?

Ein Blick in die Geschichte.
Der Boden enthält Spuren aus der Vergangenheit, welche zur Erforschung von Landschaft und Klima von grosser Bedeutung sind.
So lassen sich aus den verschiedenen Schichten im Boden Rückschlüsse zu Wasserdurchlässigkeit, Kälte- und Wärmeperioden oder zur landwirtschaftlichen Nutzung aus längst vergangenen Zeiten ziehen.
lumbricus
Der Boden hat eine konservierende Funktion.
Dies machen sich Archäologinnen und Archäologen zunutze und graben nach Zeugnissen aus vergangenen Zeiten. Im Boden erhaltene Überreste unserer Vorfahren zeigen deren Lebensweise auf.

Archäologische Funde im eigenen Garten müssen der betreffenden kantonalen Fachstelle gemeldet werden. Solche Funde sind wichtig zur Rekonstruktion der Schweizer Geschichte und gehören der Öffentlichkeit.

Die Schweiz hält sich an internationale Konventionen. 
Insbesondere das «Europäische Übereinkommen zum Schutz des archäologischen Erbes» sei hier erwähnt (in der Schweiz seit 1996 in Kraft). Dieses Übereinkommen hat zum Ziel, „das archäologische Erbe als Quelle gemeinsamer europäischer Erinnerung und als Instrument für historische und wissenschaftliche Studien zu schützen.“

Bodenprofil aus dem Grossen Moos (BE). Bild: Moritz Müller, SHL

Bodenprofil aus dem Grossen Moos (BE). Bild: Moritz Müller, SHL

Quellen:

Bundesamt für Kultur BAK – Heimatschutz und Denkmalpflege

http://www.bak.admin.ch/kulturerbe/04273/?lang=de

Links:

Archäologie Schweiz

http://www.archaeologie-schweiz.ch/