Ohne Boden, kein Essen

Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für unsere Ernährungssicherheit und die Produktionsgrundlage unserer Landwirtschaft. Kurz gesagt: Ohne Boden, kein Essen. Wie können wir diese Ressource auch für zukünftige Generationen erhalten?

Bildquelle: Regenerative landwirtschaft bodenprobe 06 (commons.wikimedia.org)
Bildquelle: Regenerative landwirtschaft bodenprobe 06 (commons.wikimedia.org)

Was wir essen, kommt aus dem Boden – manchmal vergessen wir das.
Weizen für unser Brot wächst aus gesundem Boden, Rüebli und Kartoffeln stecken direkt in der Erde. Auch Milch und Fleisch hängen von unserem Boden ab, da Tiere Gras, Getreide und Mais fressen, das bei uns angebaut wird.
Pflanzen absorbieren Wasser und wichtige Nährstoffe im Boden. Geht es unserem Boden schlecht, wirkt sich das auch auf die Pflanzen und somit auf unsere Ernährung aus. Die wichtigen Nährstoffe fehlen uns Menschen.

Ein gesunder Boden ist lebendig!

Regenwürmer lockern den Boden auf, Käfer und Asseln zerkleinern abgestorbene Pflanzenteile, Bakterien verwandeln organisches Material in Nährstoffe und Pilze verbinden Pflanzen zu einem Netzwerk.
Gesunder Boden ist locker, humusreich, gut mit Wasser und Nährstoffen versorgt und frei von Schadstoffen.

Die Landwirtschaft hat einen grossen Einfluss darauf, wie es unserem Boden geht. Es ist in ihrem und unserem Interesse den Boden gesund und fruchtbar zu halten. Dabei gilt es den Wunsch nach hoher Eigenversorgung und den Schutz von Boden, Wasser und Biodiversität in Einklang zu bringen.

An unseren Boden in der Schweiz gibt es viele Ansprüche, obwohl dieser eine begrenzte Ressource darstellt. Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Verkehr, Landwirtschaft und Natur: Wie wollen wir allem gerecht werden?
Laut dem Bundesamt für Statistik hat sich unser Siedlungswachstum zwar etwas verlangsamt. Trotzdem geht in der Schweiz immer noch Boden von ca. 8 Fussballfelder pro Tag verloren. Dies insbesondere für Wohnareale.
Dieser Boden fehlt nicht zuletzt der Landwirtschaft und zur Produktion unserer Lebensmittel.
Von 2011 bis 2022 ist der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz um 11 Prozentpunkte auf 46 Prozent zurückgegangen.

Wie kannst du zum Bodenschutz beitragen (Unterrichtsideen)?

  • Entdecke und vergleiche den Boden in deiner Region: Viele Bodenlebewesen sind ein Zeichen für gesunden Boden – wie sieht es in Wiese, Wald, Baustelle und Garten in deiner Nähe aus?
  • Pflanzen im Schulzimmer: Sammle Erde der verschiedenen Standorte und ziehe gleiche Pflanzen darin gross. Dokumentiere, wie sich die Pflanzen in den verschiedenen Bodenarten entwickeln.
  • Wie kann deine Gemeinde ihre Grünflächen schützen? Kommt dazu mit wichtigen Personen (Gemeindepräsident, Stadtplaner etc.) ins Gespräch.
  • Food Waste: Weggeworfene Lebensmittel haben fruchtbaren Boden benötigt. Wie kannst du das in der Schule und bei dir zu Hause verhindern?

«Bodenreise» kennenlernen

Im kostenlosen «Online-Workshop Bodenreise» erhältst du eine Einführung zum Lernangebot sowie wertvolle Tipps für den Einsatz von Bodenreise im Unterricht.

 

Bildquelle:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Regenerative_landwirtschaft_bodenprobe_06.jpg

Quellen:
https://www.bafu.admin.ch/de/bodenverbrauch

https://www.blw.admin.ch/de/bodenschutz

https://www.bafu.admin.ch/de/boden-und-seine-funktionen

https://backend.bafu.admin.ch/fileservice/sdweb-docs-prod-bafuadminch-files/files/2025/09/30/b74b0c47-cfc8-4495-92ea-e6a50794e260.pdf

https://www.agrarbericht.ch/de/markt/marktentwicklungen/selbstversorungsgrad

https://www.srf.ch/news/schweiz/lebensmittelproduktion-so-steht-es-um-die-selbstversorgung-der-schweiz

https://www.loewenzahn.at/magazin/boden-gut-alles-gut-bodenqualitaet-nachhaltig-verbessern/