Boden-Experimente

Die Geheimnisse des Bodens ergründen – dazu eignen sich Experimente besonders gut.

In naturwissenschaftlichen Fachbereichen können Experimente natürliche Vorgänge aufzeigen und messbar machen. Dazu werden Abläufe eines Ereignisses in kontrollierter Weise durchgeführt.
Für Schülerinnen und Schüler sind Experimente eine passende Methode, um Antworten auf wissenschaftliche Fragen zu erhalten. Dabei werden sie selbst aktiv, erstellen Thesen, halten sich an Vorgaben, beobachten, dokumentieren und lernen, Fehlschläge zu akzeptieren und analysieren.

Es gibt geeignete Experimente für den schulischen Unterricht, die zeigen, was im Boden vor sich geht:

Bodenreise-Leporello
Zu Bodenreise.ch gehört ein Leporello, der neben dem Bodenprofil sieben Experimente für den Unterricht anleitet.

  • Die Kraft des Eises erleben
  • Laubstreu untersuchen
  • (Schimmel-)pilz züchten
  • Bodentierchen sammeln
  • Wasser filtern
  • Bodenprobe trennen
  • (Schad-)stoffe nachweisen

Slip-Test
Mit diesem Experiment wird gezeigt, wie gut organische Substanzen im Boden abgebaut werden. Je artenreicher der Boden, desto besser sind die Resultate dieses Versuches.
Eine Unterhose aus Baumwolle wird für 2 bis 3 Monate im Boden vergraben. Der Zustand der Unterhose nach dieser Zeit im Boden zeigt die biologische Aktivität des Untergrunds auf: Je zersetzter der Baumwollstoff, desto gesünder ist der Boden.
Ist die Unterhose noch in vergleichsweise gutem Zustand, lässt dies auf Stickstoffmangel oder einen Mangel an anderen chemischen Elementen im Boden schliessen.

https://www.johndeerefurrow.com/2018/03/09/soil-your-undies/ (15.08.2019)

Video: Beitrag SRF «Warum in Zürich Affoltern Unterhosen im Boden vergraben werden»
Video (englisch): Soil Your Undies 2018

Teebeutel-Methode
Dieses Experiment zeigt ebenfalls die Aktivität der Bodenmikroorganismen auf. Dazu wägt man einen Grün- und einen Rooibosteebeutel (die Teebeutel bestehen idealerweise aus Nylon) mit einer Feinwaage, vergräbt die Beutel in acht Zentimetern Tiefe und lässt diese drei Monate im Boden. Um die Teebeutel später wieder zu finden, kann die Stelle markiert oder die Etiketten an der Oberfläche belassen werden.
Die getrockneten Teebeutel werden anschliessend wieder gewogen. Vom Grüntee sollte die Hälfte und vom Rooibostee (enthält mehr Kohlenstoff) erst ein Viertel abgebaut sein.
Besonders gesunde Böden werden in dieser Versuchsanordnung mehr, belastete Böden weniger Tee aus den Beuteln abbauen.

https://www.zentrumfuercitizenscience.at/en/p/tea-bag-index (15.08.2019)